FAQ - häufig gestellte Fragen

Wissenswertes über Meerschweinchen

Achtung:
Dieser Text erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, vermissen Sie etwas oder haben Sie einen Fehler entdeckt? Dann schreiben Sie mir bitte eine Mail.
Fehler und Irrtümer sind nicht ausgeschlossen und ich hafte nicht für eine Aussage oder daraus resultierenden Schäden!


Wurden hier bestimmte Fragen nicht beantwortet?
Oder suchen Sie einfach noch eine 2. Meinung? Dann kann ich nur die FAQ der DMSL (Deutsche Meerschweinchen Liste) empfehlen.

Dort findet man die meistgestellten Fragen in der DMSL mit allem Wissenswerten über Krankheiten, Verhalten und Haltung. Zusätzlich erhält man dort Rassetipps und Tipps zur Homöopathie.


Hier geht's zur DMSL-FAQ:

Hier geht's zur DMSL-FAQ

Zurück zum Seitenanfang

weiter zu Frühkastration...


Meerschweinchen findet man bei www.meerschwein.de Update: 08.02.2009 Copyright AH

















































Vermehrung

Allgemeines

Meerschweinchen sind wie fast alle Nagetiere sehr fruchtbar, und können bis zu 20 Jungtiere pro Jahr bekommen. Manchmal wird man nicht ganz freiwillig Züchter, denn man kann auch schon mal ein trächtiges Weibchen kaufen, die dann ein paar Tage später wirft.

Verantwortung, Erfahrung und Vererbungskenntnisse, viel Zeit und Geld sind unentbehrlich, will man erfolgreich züchten.

Bevor man einfach die Paare zueinander lässt, sollten grundlegende Dinge geklärt sein:

  • Züchten Kinder, sollten ihre Eltern um Einverständnis bitten.
  • Was machen sie mit den Jungtieren?
  • Haben sie genug Platz um noch mehr Heime aufzubauen?
  • Ein Wurf darf natürlich nicht in einen Zeitraum fallen, wenn sie nicht bei ihren Meerschweinchen sein können.
  • Kennen sie sich mit möglichen Komplikationen aus?

Zurück nach oben

Voraussetzungen

Alle Tiere dieser Linie müssen einen guten Körperbau aufweisen, vollkommen gesund sein, ein liebenswertes Wesen und scharfe Sinne aufweisen. Einen guten Dienst wird ihnen eine Ahnentafel oder ein Zuchtbuch erweisen.

Die Männchen sollten etwa 800 bis 1200 g auf die Waage bringen und über 6 Monate alt sein. Die Männchen sind zwar bis zu einem hohen Alter zeugungsfähig, sollten aber ungefähr mit 4 Jahren in Rente gehen dürfen.

Die Weibchen sollten etwas älter sein, aber nicht älter als 8 Monate und für den ersten Wurf ein optimales Gewicht von 700 bis 1000 g mitbringen. Früher gedeckt sollten Weibchen aus dem Grund nicht werden, da es zu Wachstumsstörungen und Krankheitsanfälligkeit kommen kann, auch Todgeburten können auftreten. Damit ihr Tier nicht als reine Geburtsmaschine dient, verdient sich auch jede Mutter eine kleine Pause, also nicht öfter als 2 mal pro Jahr decken lassen. Nach Verfassung des Weibchens sollte zwischen den Geburten ca. ein halbes Jahr Pause herrschen. Auch mit 4 bis 5 Jahren hat sie sich ihren Ruhestand redlich verdient.

Ideal ist eine Zucht in den Monaten April bis September, da einfach ein besseres Futter zur Verfugung gestellt werden kann.

Zurück nach oben

Brunst und Paarung

Brunst
Die Weibchen werden alle 14 bis 18 Tage für 15 bis 30 Std. brünstig und können gedeckt werden. Durch seine empfindliche Nase entdeckt es das Männchen sofort. Sie werben imponierend, stelzen auf durchgedrückten Rücken durch den Käfig. Gurren, Brummen und Tuckern um ihre Liebste herum und suchen natürlich den näheren Kontakt. Ist er nicht das was sich das Weibchen wünscht oder sie noch nicht bereit, kann das Weibchen schon ihren Unmut zeigen, indem sie das Männchen mit Urin bespritzt.

Die Paarung dauert nur Sekunden, wird aber über mehrere Stunden mehrmals wiederholt. Danach werden sich die beiden zusammenkuscheln und sich gegenseitig putzen. Damit sie sich den Geburtstermin ausrechnen können, sollten sie sich das Deckdatum aufschreiben.

Zurück nach oben

Trächtigkeit

Das Weibchen sollte in ihrer gewohnten Umgebung bleiben. Sind mehrere Weibchen im Stall trächtig, kann es zu Auseinandersetzungen kommen, das ist reiner Instinkt um die Jungen durchzubringen und vor Futterknappheit zu bewahren.
Die beste Lösung wäre dann jede Mutter in ihr eigenes kleines Reich zu sperren, allerdings die Käfige dicht nebeneinander aufstellen, damit sie sich noch riechen können. Der tägliche Auslauf sollte durch die Trächtigkeit nicht beeinträchtigt werden. Allerdings müssen sie jeglichen Stress für das Tier vermeiden.

Das Weibchen sollte jetzt nur noch wenn nötig getragen werden und dann nur mit äußerster Vorsicht.

Die Fütterung bleibt gleich und wird noch mit mehr Vitaminen und Mineralstoffen angereichert. Die letzten 3 Wochen vor der Geburt wird der Kraftfuttergehalt erhöht und sollte bis zur Absetzung der Jungen unverändert bleiben.

Die ersten 4 Wochen der Trächtigkeit, ist an der werdenden Mutter keine Veränderung in Sachen Bauchumfang zu bemerken. Das Gewicht wird bis zum ca. 50 Tag in die Höhe schnellen. Die Babys kann man zu dieser Zeit bereits erkennen und erfühlen. Ab dem 60. Tag kann das Weibchen sogar wieder leicht abnehmen

Zurück nach oben

Geburt

Kurz vor dem errechneten Geburtstermin sollten sie den Käfig noch einmal richtig schrubben und säubern, und eine Extraschicht Einstreu hineingeben. Wenn die Zitzen und das Gesäuge größer wird, die Mutter sich im Kreise dreht um eine Mulde zu machen und unruhiger wird, steht die Geburt unmittelbar bevor. Das Männchen wird nun aus dem Käfig genommen und in einen neuen Käfig in unmittelbarer Sichtweite aufgestellt, denn die Mutter ist nach der Geburt wieder empfängnisbereit.

Der pralle Bauch rutsch nach hinten, die Vulva schwillt an und die Wehen setzen ein. Dann ist jedes kleinste Geräusch störend. Die Weibchen gebären meistens in der Dämmerung innerhalb kürzester Zeit ab, sodass sie meistens unbemerkt bleibt. Die Mutter gebärt sitzend, die Hülle wird sofort aufgerissen und das Neugeborene sauber geleckt und getrocknet. Damit die Milch einschießt muss die Mutter die Fruchthülle und die Nachgeburt fressen.

Zurück nach oben

Entwicklung der Meerschweinchenbabys

Die Babys kommen bereits fix und fertig auf die Welt. Sie haben bereits Fell, können hören, riechen und sehen. Die frischgebackene Mutter hat nur 2 Zitzen, und es wird bei den kleinen Fellbündeln kaum darum gestritten. Schon nach wenigen Stunden werden die Geschmacksnerven ausprobiert, sie kosten alles was die Mama frisst. Auch den Blinddarmkot der Mutter, der wichtige Vitamine und Immunstoffe sowie Darmbakterien enthält, die Winzlinge noch nicht bilden können.

Die Jungtiere werden 3 bis 4 Wochen von der Mutter gesäugt, gleichzeitig erhöht sich auch der Anteil der festen Nahrung. Von der Mama lernen sie, was sie fressen dürfen und was nicht. Je abwechslungsreicher die Kost der Mama jetzt ist, umso mehr fressen die Jungtiere auch nach der Abgabe, sodass kaum Schwierigkeiten auf diesem Gebiet auftreten dürften. Die Jungtiere brauchen jetzt auch Kontakt zu anderen Meerschweinchen um von ihnen zu lernen, auch ein intensiver Kontakt zu dem Halter ist jetzt unbedingt notwendig, damit die Tiere nicht scheu dem Menschen gegenüber sind.

Wenn sie die Kleinen jetzt regelmäßig auf die Waage setzen werden sie feststellen, das sie nach 2 Wochen ihr Geburtsgewicht verdoppelt haben und es weiter stetig ansteigt. Mit 4 Wochen haben sie dann bereits das 3fache von ihrem Geburtsgewicht.

Zurück nach oben

Nützlicher Link im Forum: Handaufzucht von Waisenmeerschweinchen


weiter zu Frühkastration...

Meerschweinchen findet man bei www.meerschwein.de Update: 08.02.2009 Copyright AH