FAQ - häufig gestellte Fragen

Wissenswertes über Meerschweinchen

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Dort findet man die meistgestellten Fragen in der DMSL mit allem Wissenswerten über Krankheiten, Verhalten und Haltung. Zusätzlich erhält man dort Rassetipps und Tipps zur Homöopathie.


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Meerschweinchen findet man bei www.meerschwein.de Update: 08.02.2009 Copyright AH

















































Nahrung

Allgemeines

Fressen ist die liebste Beschäftigung von Meerschweinchen. Falls ein Tier einmal keinen Appetit mehr hat, dann heißt das Vorsicht, denn das sind meistens die ersten Anzeichen für eine Krankheit.

Meerschweinchen sind Vegetarier und ernähren sich ausschließlich von Raufutter und frischem Grünzeug.

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Heu

Meerschweinchen haben wie alle Nagetiere ständig nachwachsende Zähne, nicht nur die Schneidezähne sondern auch die Backenzähne müssen gekürzt und abgeschliffen werden. In den meisten Fällen wird zu hartem (aber nicht altem) Brot oder Obstbaumästen geraten, weil es hart ist.

Die Schneidezähne kann man so vielleicht kürzen, aber was ist mit den Backenzähnen, wie werden diese am besten gekürzt? Brot oder Äste helfen da nur sehr wenig, weil es keinen Abrieb gibt. Das einzig wirklich gute Zahnschleifmittel ist Heu, Heu und nochmals Heu. Außerdem braucht das Verdauungssystem der Meerschweinchen ständig was zu tun und so sollten und müssen Meerschweinchen ständig fressen.

Wie gesagt ist Heu das Grundnahrungsmittel Nr. 1 bei den Nagern, aber was für ein Heu ist das richtige?

  • Es enthält Kräuter und Gräser mit Blättern und Blüten
  • Die Stängel sind ab ca. 20 cm lang.
  • Es ist schön grün und nicht gräulich.
  • Es riecht auch nach Heu
  • Es ist nicht schadstoffbelastet und von biozidfreien Wiesen

Je mehr Wiesenkräuter in dem Heu enthalten sind, umso besser. Es enthält die dringend notwendigen Ballaststoffe, Mineralstoffe und Spurenelemente.

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Gemüse und Obst

Wahre Begeisterungsstürme werden bei Meerschweinchen ausgelöst, wenn sie das Rascheln einer Salattüte hören. Da Meerschweinchen selbst kein Vitamin C bilden können, muss es täglich am besten in Form von Grünfutter zugeführt werden. Bekommen die Schweinchen kein Vitamin C, kommt es innerhalb kürzester Zeit zu Mangelerscheinungen.

In den Wintermonaten ist besondere Vorsicht angesagt, das daß Nahrungsangebot nicht zu einseitig wird. Die Folgen können schlimm sein. Skorbut ist eine Krankheit, die anfängt mit Zahnfleischbluten und bis zum Zahnausfall gehen kann. Wunden verheilen verspätet. Im Winter helfen auch Vitamin C Tropfen in der Wasserflasche, allerdings halten sich die im Wasser angeblich nur 3 Stunden.

Am besten bieten Sie ausreichend Obst und Gemüse an. Behandeltes Obst wird am besten abgeschält oder gar nicht erst gekauft, feststellen können sie es dadurch, das Wasser von dem Obst abperlt. Gerne gefressen werden auch Möhren und Paprika, Gurken (die Lieblingsmahlzeit der meisten Meerschweinchen), Fenchel, Liebstöckel, Salbei und Dill.

Nicht gefressen werden dürfen grüne Kartoffel, Bohnen, und der Stängel bei Tomaten.

Petersilie hat einen sehr hohen Vitamin C Gehalt und noch einige andere wichtige Inhaltsstoffe. Sie wird geschnitten oder gerissen, getrocknet oder frisch in kleinen Mengen zum Fressen angeboten.

Sie sollten nicht erschrecken, wenn sich das Fell (besonders bei hellen Tieren) und vor allem der Urin dunkel verfärbt, das kann von den Möhren, Löwenzahn und roter Beete kommen, in denen natürliche Farbstoffe enthalten sind.

Vitamin C Gehalt in 100 g:

Schwarze Johannisbeeren 177 mg
Petersiliengrün 166 mg
grüne Paprika 139 mg
Kiwi 108 mg
Broccoli 70 mg
Erdbeeren 64 mg
Spinat 52 mg
Brunnenkresse 51 mg
Apfelsine 50 mg
Petersilienwurzel 41 mg
Feldsalat 35 mg
Löwenzahnblätter 30 mg
Tomaten 24 mg

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Wasser

Wichtig ist, das die Wasserflasche jeden Tag frisch befüllt werden muss. Manche Meerschweinchen kennen nur einen Trinknapf, ihnen muss das Trinken aus der Flasche beigebracht werden. Einige Tiere lernen es aus beobachten und zuschauen der anderen Meerschweinchen, andere wiederum muss man mit der Nase darauf stoßen.

Am besten nehmen sie das Schweinchen und halten ihm die Trinkflasche vor das Mäulchen und lassen ihm einen Tropfen auf die Nase laufen. So merkt das Meerschweinchen das etwas aus der Flasche kommt. Kapiert es dann noch immer nicht, füllen sie am besten verdünnten Möhrensaft hinein, das macht Lust auf mehr.

Leider ist schon manchen Jungtieren ein unnötiger Tod nicht erspart geblieben, weil im Wasser zuviel Kupfer enthalten war. Leider ist das öfter der Fall. Aus den Rohren kommt immer häufiger Wasser mit einem sehr hohen Nitrat-, Chlor- und Kupfergehalt. Um den Kupfergehalt so niedrig wie möglich zu halten, lassen sie am besten die Wasserleitung ein paar Minuten rinnen. Chlor kann man durch Erhitzen entfernen. Das Wasser wird dann natürlich vor der Verabreichung wieder abgekühlt.

Sollten mehr als 40 mg Nitrat/l oder andere schädliche Substanzen vorhanden sein, ist die Verwendung von stillen und natriumreduzierten Mineralwassern oder eines Haushaltsfilters ratsam. Von destilliertem Wasser ist auf jedem Fall abzuraten, da dies zum Tode des geliebten Tieres führen würde. Milch ist generell ungeeignet als Wasserersatz oder Nahrungsmittel - Durchfall wäre die Konsequenz.

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Körner und Knabberzeug

Die richtige Zusammensetzung von Körnerfutter:
Die Grundnahrung muss Eiweiß, Kohlenhydrate, Fette, Vitamine und Spurenelemente sowie ausreichend Ballaststoffe im richtigen Mischverhältnis bieten. Meerschweinchen brauchen vor allem zellulosehaltiges Futter, das dann in ihrem Darm aufgeschlüsselt wird.

Im Handel erhältliches Futter sollte man mit größter Sorgfalt auswählen, denn nur weil Meerschweinchen draufsteht, muss es noch lange nicht für Meerschweinchen geeignet sein. Gutes Futter enthält meistens Pellets, verschiedene Getreidekörner (aber nicht zu viele) und Trockengemüse. Auf keinen Fall soll in dem Futter Mais, Nüsse, Sonnenblumenkerne und Hanf enthalten sein. Das Futter soll nicht schnell sättigen und vor allem nicht dick machen. Die Qualität der Pellets und das richtige Mischverhältnis sind das A und O für richtiges Futter.

Zweige zum Knabbern:
Frische Obstbaumzweige und Triebe sind sehr beliebt bei den Meerschweinchen. Zweige bieten nicht nur Beschäftigung sondern auch wertvolle Inhaltsstoffe. Die Rinde wird besonders gerne verzehrt, auch diese enthalten wichtige Stoffe die ein Meerschweinchen braucht, das sind z. B. Öle, Ballast- und Gerbstoffe.

In manchen Zooläden werden Nagerhölzer verkauft, allerdings bin ich der Meinung das man sich das Geld sparen kann, in dem man in einen Wald geht und Äste von Obstbäumen, Pappeln, Buchen, Haselnuss-Sträuchern, Erlen oder Weiden mitnimmt. Vor dem Verfüttern sollten diese natürlich abgewaschen und gut getrocknet werden.

Bitte nehmen sie keine Äste von Bäumen mit, die mit Schadstoffen belastet sind.

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Wildpflanzen

Fast überall zu finden sind Wildpflanzen, sie sind gut zum Verfüttern geeignet. Am besten suchen sie sich eine unbewirtschaftete Wiese, die keine Nähe zur Straße hat. Weg- und Parkränder sind ebenfalls zu meiden.

Sammeln sollte man auch nicht unbedingt in der Nähe von Baumschulen, Äckern und Gärtnereien, denn der Wind kennt keine Grenzen, das kann auch für ihren eigenen Garten gelten.

Wichtig ist auf jeden Fall, das sie die Pflanzen kennen die sie sammeln möchten, um nicht die Pflanzen nicht zu verwechseln, die dann eventuell zu einer Vergiftung führen könnten.

Sammeltipps:

  • Sie wissen, wieviel ihre Schweinchen fressen werden und können daher immer den genauen Tagesbedarf pflücken, so vermeiden sie das die Pflanzen verwelken.
  • Schauen sie sich das Gepflückte an, damit sie nichts Welkes, Gelbes verfüttern. Und immer nur dann sammeln wenn die Wiese trocken ist. (Also nicht nach einem Regenfall).
  • Am besten ist es natürlich wenn sie die Pflanze abschneiden und nicht ausreißen, so haben sie einen ergiebigen Garten, da die Pflanze wieder nachwachsen kann.
  • Wenn sie die Pflanzen mit nach Hause nehmen, dann stecken sie diese bitte nicht in eine Tüte sondern in einen Papiersack und lockern sie ihre Sammlung immer wieder auf.
  • Sofort verfüttern würde ich raten, denn nach max. 2 Stunden sind die Pflanzen welk und somit ungeeignet für den Verzehr.

Folgende Wildpflanzen sind für Meerschweinchen geeignet:
Beifuss, Blaue Luzerne, Brennnessel, Gänseblümchen, Gierasch, Hasenscharte, Huflattich, Indianernessel, Kamille, Kapuzinerkresse, Kresse, Löwenzahn, Malve, Melde, Pfefferminze, Purpursonnenhut, Ringelblume, Rotklee, Salbei, Sauerampfer, Topinambur, Wegerich, Weißklee, Wiesenschafgarbe.

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Nützliche Links im Forum:
Giftpflanzen
Futterpflanzen
Calciumgehalt von Gemüse


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