FAQ - häufig gestellte Fragen

Wissenswertes über Meerschweinchen

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Oder suchen Sie einfach noch eine 2. Meinung? Dann kann ich nur die FAQ der DMSL (Deutsche Meerschweinchen Liste) empfehlen.

Dort findet man die meistgestellten Fragen in der DMSL mit allem Wissenswerten über Krankheiten, Verhalten und Haltung. Zusätzlich erhält man dort Rassetipps und Tipps zur Homöopathie.


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Meerschweinchen findet man bei www.meerschwein.de Update: 08.02.2009 Copyright AH

















































Krankheiten

Allgemeines

Meerschweinchen die artgerecht gepflegt werden und viel Auslauf bekommen, denen Liebe geschenkt wird, und vor allem gesund ernährt werden, sind sehr widerstandsfähig und haben ein gutes Immunsystem, und müssen daher nicht so oft zum Tierarzt.

Dennoch kann es gut passieren, das sie zum Tierarzt müssen, weil sie älter sind, oder ganz einfach weil es zu Verletzungen gekommen ist.

Erkennen kann man das in der Regel sehr gut, wenn ein Meerschweinchen nicht mehr auf der "Höhe" ist, dazu verlangt es allerdings ständiger Beobachtung des Verhaltens.

Ein gesundes Meerschweinchen erkennt man daran, das es ...

  • lebhaft, aufmerksam und munter ist
  • sein Gewicht hält
  • klare glänzende Augen hat
  • trockene und saubere Ohren und Lippen hat
  • eine trockene oder leicht feuchte Nase hat
  • ruhig atmet
  • eine normale Körpertemperatur hat
  • sich normal bewegt
  • saubere Sohlen hat
  • eine saubere Analregion hat
  • problemlos kaut und nicht speichelt
  • Schneidezähne hat, die aufeinander passen
  • mit Appetit frisst
  • sich regelmäßig der Körperpflege widmet
  • ein glänzendes dichtes Fell besitzt

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Wann sollte ich mit meinem Meerschweinchen zum Tierarzt gehen?

Folgende Symptome erfordern einen sofortigen Tierarztbesuch:
  • starke Unruhe, wenn Hunger und Durst ausgeschlossen sind
  • Unruhe, ständiges Scharren in der Toilettenecke
  • ständiges Verkriechen im Häuschen
  • Stundenlanges Verharren an einem Platz
  • andauerndes Zittern
  • Verzögerte Bewegungen
  • Kopfschiefstand
  • Schütteln des Kopfes
  • Lähmungserscheinungen
  • Drehen im Kreis
  • Seitenlage, die unnatürlich ist
  • Krämpfe, Zuckungen
  • Gleichgewichtsstörungen

  • Durchfall, wenn Blut beigemengt ist, ist höchste Alarmstufe angesagt
  • Änderung der Kotbeschaffenheit (Farbe, Geruch)
  • Afterregion mit Kotklumpen verklebt
  • aufgetriebener Leib (Bauchdecke unnatürlich hart oder ganz weich)
  • andauernde Verstopfung, evt. mit schleimigen, stark riechenden Kotabsatz
  • auffällig hoher Harnabsatz
  • Gewichtsabnahme
  • Appetitlosigkeit auch Leckerchen gegenüber
  • gesteigerte Flüssigkeitsaufnahme

  • Schmerzenlautäußerung

  • Blutspuren
  • Blut im Urin
  • Wunden und Borken

  • Atembeschwerden
  • Pfeifende, rasselnde Atemgeräusche mit pumpender Bauchatmung
  • häufiges Husten
  • Nasenbluten
  • Nasenausfluss auch eitrig
  • Häufiges Niesen
  • Geschwollene Lider

  • Verkrustungen am oder im Ohr
  • Haarausfall außerhalb des Fellwechsels im Herbst
  • mattes struppiges Fell
  • Borkige Haut
  • Juckreiz
  • Hautrötungen oder Hautveränderungen
  • kahle, graue Stellen oder Krusten
  • Schwellungen, Beulen
  • Abszesse
  • starke Schuppenbildung
  • Überlange, gebogene oder gedrehte Schneidezähne
  • eingewachsene, korkenzieherartig gedrehte Sohlen

  • Abmagerung trotz Nahrungsaufnahme
  • tränende, eitrige oder verklebte Augen
  • Kratzen am Ohr
  • eigenartig gewinkelte Gliedmassen
  • Schwellungen und Grind an den Lippen
  • Trübungen der Augen oder geröteter Augapfel
  • starkes Speicheln, nasses Kinn
  • Angeschwollene oder wunde Beinchen
  • Schwellungen und Veränderungen an Gesäuge und Geschlechtsorganen

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Wissenswertes zum Tierarztbesuch

Damit eine Behandlung erfolgversprechend enden kann, muss natürlich zuerst eine Diagnose gestellt werden. Sobald sie unsicher sind, gehen sie bitte mit ihrem Liebling zum Tierarzt, da es sich ja auch um eine ansteckende Krankheit handeln könnte.

Für den Transport eignet sich am besten eine Transportbox die man oben öffnen kann. Fahren Sie bitte so schnell wie möglich zum Tierarzt und zurück.

Am besten notieren sie sich folgende Punkte, die sie dem Tierarzt mitteilen sollten:

  • Wie alt ist das Tier?
  • Wie lange ist es schon ihr Mitbewohner?
  • Wo und wie wird das Tier gepflegt?
  • Welche Symptome zeigt das Meerschweinchen?
  • Hat es Hunger und Durst?
  • Wann hat es das letzte mal etwas gefressen und getrunken?
  • Was wurde verspeist?
  • Wie sind die Ausscheidungen geformt und gefärbt?
  • Gibt es Schmerzäußerungen von sich?

Nehmen sie notfalls eine Kotprobe mit zum Tierarzt und notieren sie sich außerdem alles was es gefressen haben könnte, wenn es sich um einen Vergiftungsverdacht handelt.

Nützlicher Link im Forum: Tierärzte für Meerschweinchen

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Erkennen von Hautmilben und Haarlingen

Ein Parasitenbefall beim Meerschweinchen darf nicht unterschätzt werden. Bleibt er unbehandelt, kann das zum Tod des Tieres führen!
Bitte gehen Sie umgehend mit Ihrem Tier zum Tierarzt, wenn Sie Haarausfall, starken Juckreiz, Schuppen oder Parasiten im Fell bemerken. Nicht alle Parasiten sind mit bloßem Auge zu erkennen, ein Tierarzt kann eine Haar- oder Hautprobe unter dem Mikroskop untersuchen.

Zur Behandlung stehen unterschiedliche Medikamente zur Verfügung. Häufig kommt Ivomec (Ivermectin), Stronghold (Selamectin) oder Frontline Spray (Fipronil) zur Anwendung. Ihr Tierarzt wird mit Ihnen über das richtige Medikament für Ihr Meerschweinchen sprechen.

Doch warum kommt es zu Parasitenbefall? Möglich ist das Einschleppen z.B. durch neue Tiere oder durch Heu. Nicht jedes Tier muss dann von Milben oder Haarlingen befallen werden. Häufig sind davon Tiere betroffen, die bereits eine andere Krankheit haben, unter Stress stehen oder eine mangelhafte Vitamin- und Nährstoffversorgung haben. Unsauberkeit ist ein weiterer Faktor, der die Vermehrung von Parasiten fördert.

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